Früher einmal in Naters
hatte ein Mann
Ein Häuschen in den Weingarten
Der träumte drei Nächte
hintereinander
Von einer Brücke im Urnerland
An diesen Ort solle er gehen
Er werde dort sein Glück finden
Das liess ihn nicht mehr in Ruhe
Obwohl er nicht richtig daran
glaubte
Deshalb wollte er auf
eine Wallfahrt gehen
Um auf dem Weg auch noch gerade
auf dieser Brücke anzuhalten
Auf dem Hinweg fand er da
aber nichts
So ging er halt weiter
zum Kloster, der Mann
Auf dem Heimweg wollte er es
dann wissen
Auf der Brücke suchte er dieses
mal ganz verbissen
Bis ein Reisender den Mann fragte
Ob er etwas verloren hätte
So erzählte der Naterser
Dass er geträumt hätte,
er würde hier sei Glück finden
Der Reisende lachte
ganz überrascht
Auch er hätte so seltsam
geträumt «letztens nachts»
In den Weingarten in Naters
da solle
Im Keller eines Häuschen ein
Schatz vergraben sein
Der Mann wusste nun was
das zu bedeuten hatte
Und reiste mit seinem gefundenen
Glück heimwärts

